Warum cobra für Newsletter ein zweites Werkzeug braucht
Serien-E-Mails verschickt cobra selbst, für professionelles Newsletter-Marketing reicht das aber nicht. Zustellbarkeit, Double-Opt-in, Umgang mit unzustellbaren Adressen und Auswertungen gehören in ein spezialisiertes Versandsystem. Die entscheidende Frage ist deshalb: Wie bleiben CRM und Newsletter-Werkzeug auf demselben Stand? Genau das leisten die cobra Schnittstellen zu Brevo, Inxmail und rapidmail.
Serien-E-Mails und die Grenzen von Microsoft 365
Seit Januar 2025 melden viele cobra Anwenderinnen und Anwender Probleme mit Serien-E-Mails über Microsoft-Konten. Microsoft begrenzt den Massenversand über seine SMTP-Server (die Server, über die E-Mails verschickt werden), um Spam einzudämmen. Die Folgen: Versandgrenzen pro Stunde oder Tag, blockierte Aussendungen und Mails, die nicht mehr ankommen.
Es gibt drei Auswege:
- Spezialisierten Versanddienst im Serien-E-Mail-Assistenten hinterlegen, etwa mailfino oder das SMTP-Relay von Inxmail. Sie arbeiten in cobra weiter wie gewohnt.
- Microsoft Azure Communication Services nutzen, die Microsoft selbst für Massenversand empfiehlt. Das erfordert technisches Wissen und Anpassungen.
- Auf ein Newsletter-System mit Schnittstelle umsteigen, wenn Sie ohnehin regelmäßig an größere Verteiler schreiben.
Die Hintergründe und die Einrichtung beschreibt unser Beitrag Serien-E-Mails über Microsoft SMTP: Grenzen und Alternativen.
Was die Schnittstellen leisten
- Selektion wird Verteiler: Zielgruppen in cobra auswählen und an das Versandsystem übergeben, inklusive Abgleich der Einwilligungen.
- Kampagnen in der Kontakthistorie: Wer welchen Newsletter erhalten, geöffnet oder angeklickt hat, steht am cobra Kontakt.
- Kampagnenübersicht im cobra Client: Ergebnisse ohne Programmwechsel einsehen. Den Newsletter selbst gestalten und versenden Sie weiterhin im Versandsystem.
- Folgeaktivitäten: Wer geöffnet oder geklickt hat, landet als neue Selektion beim Vertrieb zum Nachfassen.
- Abgleich für die DSGVO: Abmeldungen fließen zurück nach cobra, Einwilligungen werden dokumentiert, und Adressen mit Sperrvermerk oder auf der Sperrliste werden beim Export automatisch herausgefiltert.
Voraussetzung ist cobra ab Version 2022; die Schnittstellen laufen mit allen Produktlinien von ADRESS PLUS bis One Max. Einen eigenen Server brauchen Sie dafür nicht. Jede Schnittstelle kostet 420 € zzgl. MwSt. pro Jahr und Nutzerkonto (Stand Mai 2026); entwickelt werden sie von der ComputerLine GmbH, vertrieben über die AUREX GmbH. Wie die Anbindung im Alltag arbeitet, zeigt unser Praxisbericht zur Brevo-Schnittstelle.
Welches Versandsystem passt zu Ihnen?
Die drei Systeme unterscheiden sich vor allem im Funktionsumfang und im Einstieg:
| System | Stärken | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Brevo (Werbung) (früher Sendinblue) | Großer Funktionsumfang, Automationen, auch SMS und WhatsApp, kostenlose Einstiegsversion | Kleine und mittlere Unternehmen, die wachsen wollen |
| Inxmail | Deutsche Server, hohe Zustellbarkeit, SMTP-Relay für Serien-E-Mails aus cobra | Organisationen mit strengen Datenschutzanforderungen |
| rapidmail | Sehr einfacher Einstieg, deutsche Server, Baukasten per Drag-and-drop | Unternehmen, die schnell und ohne Aufwand starten wollen |
Für Inxmail ist die p17 GmbH seit Mai 2026 offizieller Vermittlerpartner und begleitet den Einstieg von der Auswahl bis zur Anbindung an cobra. Unsere Einschätzung, welches System zu Ihnen passt, hängt von Versandvolumen, Automatisierungswünschen und Budget ab. Häufig starten Unternehmen mit rapidmail und wechseln später zu Brevo oder Inxmail. Und in cobra One Grow und Max ist mit mailfino bereits ein vollwertiges Newsletter-Werkzeug enthalten, oft die günstigste Antwort.
So läuft die Einführung
- Bestandsaufnahme: Versandvolumen, Stand der Einwilligungen, gewünschte Abläufe
- Einrichtung: Schnittstelle installieren, Felder und Verteiler zuordnen
- Client-Integration: Kampagnenübersicht im cobra Client aktivieren
- Test und Abnahme: Testversand mit einer echten Selektion
- Schulung: Ihr Marketing-Team lernt den Ablauf, meist genügt eine Stunde
Die Einrichtung dauert in der Regel wenige Tage. Wir setzen sie um und bleiben danach Ihr Ansprechpartner, wenn sich Felder, Verteiler oder Ihr Versandsystem ändern. Einen Vergleich der Wege bietet der Blogbeitrag Newsletter aus cobra versenden.
Häufige Fragen
Brauche ich eine Newsletter-Schnittstelle, wenn ich cobra One Grow oder Max habe?
Oft nicht. In One Grow sind 5.000, in One Max 10.000 Newsletter-Mails pro Monat über mailfino enthalten. Eine Schnittstelle zu Brevo, Inxmail oder rapidmail lohnt sich, wenn Sie dort bereits arbeiten, mehr versenden oder umfangreiche Automationen brauchen.
Was kostet die Brevo-Schnittstelle insgesamt?
Die Schnittstelle kostet 420 € zzgl. MwSt. pro Jahr und Brevo-Nutzerkonto (Stand Mai 2026). Dazu kommt der Tarif bei Brevo selbst, der sich nach dem Versandvolumen richtet; zum Start gibt es dort eine kostenlose Version. Die Einrichtung rechnen wir nach Aufwand ab und nennen Ihnen vorher eine Schätzung.
Darf ich alle Adressen aus cobra per Newsletter anschreiben?
In der Regel nicht. Für Newsletter brauchen Sie eine nachweisbare Einwilligung, am besten per Double-Opt-in. Die Schnittstellen filtern Adressen mit Sperrvermerk heraus und schreiben Abmeldungen zurück. Wie Sie Einwilligungen sauber dokumentieren, beschreibt der Beitrag zur Werbeeinwilligung nach DSGVO; eine Rechtsberatung ersetzt das nicht.
