Was sich 2026 geändert hat
Während viele CRM-Anbieter nur noch die Cloud anbieten, lässt cobra Ihnen weiterhin die Wahl. Seit der neuen Tarifstruktur gibt es dafür zwei Linien: cobra One ist eine Windows-Anwendung mit dem bewährten Classic-Kern, technisch also On-Premise-Software: Der cobra Client wird unter Windows installiert und arbeitet mit einer SQL-Datenbank auf einem Server. Die cobra CRM Cloud ist dagegen eine reine Browser-Lösung, die nur der Hersteller betreibt.
Damit gibt es drei Modelle, und sie unterscheiden sich stärker voneinander, als die Tarifnamen vermuten lassen.
Die drei Modelle
Zwei der drei Modelle nutzen dieselbe Software, das dritte ist ein eigenes Produkt:
- Eigener Server (On-Premise): cobra One Essential, Grow und Max laufen wie zuvor die Classic-Versionen auf Ihrem Windows-Server mit Microsoft SQL Server. Volle Kontrolle, volle Verantwortung.
- Gehostet in unserer Remote-Desktop-Cloud: Dieselbe Software, nur betreibt den Server jemand anderes. Sie melden sich per Remote-Desktop an, im Alltag ändert sich nichts. Das gilt für cobra One ebenso wie für die klassischen Versionen. Wir richten das gemeinsam mit der nice-IT GmbH ein, dem Microsoft-Spezialisten der p17 Gruppe, wahlweise in der Terra Wortmann Cloud in deutschen Rechenzentren oder in Microsoft Azure. Die Details stehen unter cobra hosten lassen.
- cobra CRM Cloud: die neu entwickelte Cloud-Linie mit Base, Essential, Grow und Max, ausschließlich als Cloud beim Hersteller verfügbar und direkt im Browser bedienbar. Ein anderes Produkt, kein gehostetes cobra One.
Am dritten Punkt entstehen in Gesprächen die meisten Missverständnisse. Modell 1 und 2 sind dieselbe Software an einem anderen Ort. Modell 3 ist eine andere Software.
Der ehrliche Vergleich
Die drei Modelle unterscheiden sich vor allem darin, wer sich um die Technik kümmert und was von Ihrer bisherigen Installation mitkommt. Die Tabelle zeigt die wichtigsten Kriterien.
| Kriterium | Eigener Server | Unsere Remote-Desktop-Cloud | cobra CRM Cloud |
|---|---|---|---|
| Produkt | cobra One (Classic-Kern) | cobra One (Classic-Kern) | eigene Neuentwicklung |
| Datenhoheit | Daten bleiben physisch im Haus | Rechenzentrum, AV-Vertrag mit dem Betreiber | Rechenzentrum in Deutschland, AV-Vertrag mit cobra |
| IT-Aufwand | Server, Backups und Updates in Ihrer Hand | im Betrieb enthalten | entfällt |
| Kosten | Server, Wartung und Admin-Zeit | planbare Monatskosten | planbare Monatskosten je Nutzer |
| Zugriff von außen | erfordert Einrichtung (Mobile Server, Terminalserver) | von Haus aus überall | von Haus aus überall |
| Zusatzmodule wie MAP+PLUS, PRINT+PLUS, TAPI | ja | ja | nein |
| Gewachsene Ansichten und Zusatztabellen | bleiben erhalten | bleiben erhalten | nein, Neuaufbau |
| Verfügbarkeit | so gut wie Ihre IT | so gut wie das Rechenzentrum | so gut wie das Rechenzentrum |
Was ein eigener Server wirklich kostet
Der eigene Server ist oft günstiger als gedacht, aber nur, wenn sich jemand verlässlich um ihn kümmert. Rechnen Sie ehrlich: Admin-Stunden, Abschreibung der Hardware, Kontrolle der Backups und Zeit für Updates. Bei kleineren Installationen amortisiert sich ein kompakter Server gegenüber monatlichen Hostingkosten nach unserer Erfahrung oft in zwei bis drei Jahren. Wenn ohnehin ein Systemhaus Ihre IT betreut, ist das häufig der günstigere Weg.
Umgekehrt gilt: Ein ungewartetes On-Premise-System ist das größte Datenschutzrisiko von allen. Wer besondere Schnittstellen oder Compliance-Vorgaben hat, sollte die Machbarkeit vor der Entscheidung prüfen. Fragen rund um Server, Microsoft 365 und IT-Betrieb beantwortet die nice-IT GmbH.
Unsere Faustregeln aus der Praxis
Aus vielen Gesprächen über die Betriebsart haben sich fünf Faustregeln ergeben:
- Sie haben eine funktionierende IT-Betreuung und eigene Server? Dann ist der eigene Server weiterhin ein solides, oft günstiges Modell, gerade wenn ohnehin Server für ERP und andere Anwendungen laufen.
- Ihre IT ist ein Engpass, etwa kein Admin, alte Server, Backup „irgendwie“? Dann ist unsere Remote-Desktop-Cloud die ehrlichere Wahl.
- Sie haben bisher die Remote-Desktop-Cloud von cobra genutzt? Dann ist unsere Remote-Desktop-Cloud Ihr direkter Ersatz, ohne Systemwechsel. Ist die Umstellung bei Ihnen noch nicht abgeschlossen, melden Sie sich umgehend.
- Neustart ohne Altdaten und ohne Server? Dann gehört die cobra CRM Cloud auf die Kandidatenliste.
- Der Wechsel ist keine Einbahnstraße, zumindest nicht zwischen Modell 1 und 2. Beide Richtungen haben wir schon umgezogen, in der Regel in drei bis sechs Wochen. Der Sprung zu Modell 3 ist dagegen ein Neuaufbau.
Praxis-Tipp: Der Teil eines Umzugs, der schiefgeht, ist selten die Datenbank. Es ist der Spezialdrucker in der Buchhaltung oder die Word-Vorlage mit dem fest hinterlegten Netzlaufwerk. Nehmen Sie Drucker und Vorlagen deshalb in die Bestandsaufnahme auf, die Checkliste zum Serverumzug hilft dabei.
Beide Varianten rechnen wir in der Beratung mit Ihnen durch, auch wenn am Ende das günstigere Modell gewinnt und wir weniger daran verdienen.
Häufige Fragen
Kann ich cobra One in der Cloud betreiben?
Ja, gehostet in unserer Remote-Desktop-Cloud: cobra One läuft dort auf einem Windows-Server, den die nice-IT GmbH betreibt, und Sie melden sich per Remote-Desktop an. Ansichten, Zusatztabellen und Zusatzmodule bleiben wie auf dem eigenen Server erhalten. Als reine Browser-Lösung gibt es die cobra CRM Cloud, ein eigenständiges Produkt des Herstellers.
Wir haben die Remote-Desktop-Cloud von cobra genutzt. Wie geht es weiter?
Sie ziehen mit Ihrer Installation in unsere Remote-Desktop-Cloud um: Ihre Installation, Ihre Daten und Ihre Module bleiben erhalten, nur der Ort ändert sich. Wie wir das umsetzen, steht unter cobra hosten lassen; den Hintergrund erklärt der Beitrag Die cobra Remote-Desktop-Cloud endet.
Kann ich mit cobra One per VPN von zu Hause arbeiten?
Ja, aber nicht direkt über das VPN auf den SQL Server. Diese Verbindung ist für den cobra Client in der Praxis fast immer zu langsam. Besser ist ein Terminalserver oder unsere Remote-Desktop-Cloud, an der Sie sich per Remote-Desktop anmelden; unterwegs helfen die cobra Mobile CRM Apps. Mehr dazu unter CRM für mehrere Standorte.
Kann ich meine cobra One Datenbank in die cobra CRM Cloud übernehmen?
Die Adressen ja, den Rest nicht. Die cobra CRM Cloud ist eine eigene Entwicklung auf anderer Technik: Ansichten, Zusatztabellen, Dokumentvorlagen und Zusatzmodule lassen sich nicht übertragen. Der Wechsel ist deshalb ein Neuaufbau, kein Umzug. Er lohnt sich vor allem, wenn Sie ohnehin neu anfangen wollen und wenig Angepasstes mitnehmen.
Wo liegen die Daten bei der cobra CRM Cloud?
In Deutschland: Hosting und Support der cobra CRM Cloud liegen beim Hersteller in Deutschland. Den Vertrag zur Auftragsverarbeitung schließen Sie direkt mit der cobra GmbH. Bei cobra One auf dem eigenen Server verlassen die Daten Ihr Haus gar nicht. Welche Pflichten in beiden Fällen bleiben, zeigt die DSGVO-Checkliste.
