Zuerst: Ihre Daten sind nicht weg
Es ist der Klassiker unter unseren Support-Anrufen, und er beginnt fast immer gleich: „cobra geht nicht mehr! Da steht, unser Vertrag ist abgelaufen – sind unsere Daten weg?!“
Die kurze Antwort: Nein. Ihre Daten sind vollständig da. Die Meldung „Ihr AGV-Vertrag ist abgelaufen“ ist eine Lizenzsperre, kein Datenverlust. Ihre Adressen, Kontakthistorien und Dokumente liegen unverändert in Ihrer SQL-Datenbank auf Ihrem Server.
Warum die Meldung erscheint
AGV steht für Aktualitätsgarantie-Vertrag – das klassische Wartungsmodell für ADRESS PLUS, CRM PLUS, PRO und BI. Läuft der Vertrag aus, ohne verlängert zu werden, stellt die Software nach einer Übergangszeit den regulären Betrieb ein. Häufige Ursachen aus unserer Praxis: eine übersehene Rechnung, ein Ansprechpartnerwechsel im Unternehmen – oder eine bewusste Kündigung, deren Konsequenz nicht klar war.
Was Sie jetzt tun sollten (und was nicht)
Tun:
- Screenshot der Meldung machen und cobra Version notieren (Hilfe → Info, falls noch erreichbar)
- Nichts deinstallieren, nichts „reparieren“ – die Installation ist in Ordnung
- Vertragsunterlagen bzw. letzte cobra Rechnung heraussuchen
- Uns kontaktieren – mit Screenshot und Version geht es am schnellsten
Nicht tun: Neuinstallationen, Datenbank-Experimente oder der Kauf irgendeiner Lizenz „auf Verdacht“. Wir haben schon Fälle bereinigt, in denen der Reparaturversuch mehr Schaden angerichtet hat als die Sperre selbst.
Ihre zwei Wege zurück
- Reaktivieren: Unterstützt cobra Ihre Version noch, wird der Vertrag erneuert und die Lizenz wieder freigeschaltet – oft der schnellste Weg.
- Wechseln: Die Sperre ist ein natürlicher Anlass, den Umstieg auf cobra One zu rechnen – Abo statt AGV, moderner Funktionsumfang, Datenübernahme inklusive.
Welcher Weg günstiger ist, hängt von Version, Lizenzanzahl und Vertragslage ab – genau das rechnen wir in der Tarifberatung transparent durch. Einfache Fälle sind innerhalb weniger Tage gelöst, bei akutem Stillstand priorisieren wir.
Vorbeugen: Tragen Sie das AGV-Ablaufdatum mit dreimonatigem Vorlauf in Ihren Kalender ein. Dann wird aus dem Montagmorgen-Schreck ein planbarer Beratungstermin.
