cobra stellt zum 01.10.2026 die Remote-Desktop-Cloud und die Premium-Remote-Desktop-Cloud ein. Für einen Teil der cobra Anwender ist das eine echte Baustelle: Es war der bequeme Weg, eine Classic-Installation zu betreiben, ohne selbst einen Server im Haus zu haben – Anmelden per Remote-Desktop, fertig.
Mit dem Wegfall gibt es diesen Weg beim Hersteller nicht mehr. Und weil cobra One ein reines On-Premise-Produkt ist, stellt sich die Frage neu: Wo läuft cobra künftig?
Die kurze Antwort
Sie brauchen weiterhin keinen Server in Ihrem Büro. Sie brauchen nur jemanden, der eine Windows-Umgebung sauber betreibt – und genau das macht unser Tochterunternehmen nice-IT GmbH als Microsoft-Spezialist seit Jahren. Wir setzen Ihre cobra Umgebung dort neu auf, Sie melden sich weiterhin per Remote-Desktop an, und im Alltag ändert sich für Ihre Anwender praktisch nichts.
Zwei Wege, die wir empfehlen
1. Terra Wortmann Cloud – gehostet in deutschen Rechenzentren, deutscher Vertragspartner, deutscher Support. Für Unternehmen, denen der Serverstandort Deutschland wichtig ist (und das ist er im DSGVO-Kontext regelmäßig), ist das der naheliegende Weg. Kalkulierbare monatliche Kosten, klare Leistungsbeschreibung.
2. Microsoft Azure – wenn Sie ohnehin in der Microsoft-Welt arbeiten, Microsoft 365 im Einsatz haben und Single Sign-on, Conditional Access oder bestehende Azure-Ressourcen nutzen wollen. Flexibler skalierbar, dafür erklärungsbedürftiger in der Kostenstruktur.
Welcher Weg der richtige ist, hängt weniger von cobra ab als von Ihrer übrigen IT. Genau deshalb schauen wir uns beides zusammen an, statt Ihnen eine Variante zu verkaufen.
Was wir dabei übernehmen
- Bestandsaufnahme: Wie viele Anwender, welche Zusatzmodule, welche Schnittstellen, welche Drucker und Dokumentvorlagen hängen dran?
- Auslegung der Umgebung: Anzahl der Sitzungen, RAM und CPU, SQL-Server, Backup-Konzept
- Migration der Datenbank und des Systemverzeichnisses – dieselbe Sorgfalt wie beim Serverumzug, inklusive Testlauf vor dem Umschalten
- Zusatzmodule und Schnittstellen wieder zum Laufen bringen: MAP+PLUS, PRINT+PLUS, Newsletter-Schnittstellen, E-Rechnung
- Telefonie: TAPI macht in Remote-Desktop-Umgebungen erfahrungsgemäß Ärger – wir klären vorab, ob PhoneMondo der ruhigere Weg ist
- Betrieb danach: Updates, Monitoring und Support laufen über nice-IT, Ihre cobra Fragen weiterhin über uns
Der Zeitplan, ehrlich gerechnet
Der 01.10.2026 ist keine Frist, die man aussitzen kann. Für eine saubere Migration planen wir üblicherweise drei bis sechs Wochen: eine Woche Bestandsaufnahme und Auslegung, ein bis zwei Wochen Aufbau und Testinstallation, dann ein Testlauf mit echten Anwendern und schließlich die Umschaltung an einem Wochenende.
Wenn Sie heute noch in der Remote-Desktop-Cloud sind: Melden Sie sich jetzt, nicht Ende September. Je näher der Termin rückt, desto weniger Spielraum bleibt für einen ordentlichen Testlauf – und desto größer ist das Risiko, dass etwas Unwichtiges vergessen wird, das am Montagmorgen plötzlich sehr wichtig ist.
Und wenn Sie doch lieber einen eigenen Server hätten?
Auch das ist ein legitimer Weg, und für manche Betriebe der günstigere. Ein kleiner Server mit einer überschaubaren Anwenderzahl amortisiert sich gegenüber monatlichen Hostingkosten oft in zwei bis drei Jahren – vorausgesetzt, jemand kümmert sich um Updates und Backups. Wir rechnen Ihnen beide Varianten durch und sagen Ihnen, welche in Ihrem Fall vorn liegt. Auch dann, wenn das gegen das Hosting spricht.
Kein Hersteller-Drama, sondern Planung: Die Abkündigung ist unangenehm, aber sie ist kein Grund, überstürzt das CRM zu wechseln. Ihre Daten, Ihre Ansichten und Ihre Zusatzmodule bleiben vollständig erhalten – es ändert sich nur, wo die Umgebung läuft. Schildern Sie uns Ihre Situation, wir sagen Ihnen in einem Gespräch, was auf Sie zukommt.