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Die cobra Remote-Desktop-Cloud endet – und jetzt?

Zum 01.10.2026 stellt cobra die Remote-Desktop-Cloud und die Premium-Variante ein. Wer darüber arbeitet, muss handeln. Die gute Nachricht: Es ist ein Umzug, kein Systemwechsel – und es gibt saubere Alternativen.

Zeitliche Darstellung: Die cobra Remote-Desktop-Cloud und die Premium-Variante enden am 01.10.2026. Als Alternative richtet p17 gemeinsam mit der Tochter nice-IT eine gehostete Windows-Umgebung ein, wahlweise in der Terra Wortmann Cloud mit deutschen Rechenzentren oder in Microsoft Azure für Unternehmen in der Microsoft-365-Welt. Daten, Ansichten und Zusatzmodule bleiben dabei erhalten; für die Migration sind drei bis sechs Wochen einzuplanen.
Stichtag, Alternativen und ein realistischer Zeitplan.

Es ist eine dieser Änderungen, die in keiner Pressemitteilung groß auftauchen und trotzdem für einen Teil der Anwender den Herbst bestimmen: Zum 01.10.2026 stellt cobra die Remote-Desktop-Cloud und die Premium-Remote-Desktop-Cloud ein.

Wenn Sie Ihr cobra bisher über eine dieser Umgebungen genutzt haben – also per Remote-Desktop-Verbindung auf eine gehostete Windows-Sitzung, statt auf einen Server im eigenen Haus –, dann betrifft Sie das direkt.

Warum das gerade jetzt passiert

Die Abkündigung ist kein Zufall, sondern die logische Folge der neuen Tarifstruktur. cobra hat sein Angebot in zwei Linien getrennt:

  • cobra One (Essential, Grow, Max) ist ein reines On-Premise-Produkt. Es läuft auf Ihrem eigenen Server.
  • cobra CRM Cloud (Base, Essential, Grow, Max) ist das neu entwickelte Browser-CRM und läuft ausschließlich beim Hersteller.

Die Remote-Desktop-Cloud war das Zwischending: Classic-Software, aber gehostet. In der neuen Zweiteilung hat sie keinen Platz mehr. Aus Herstellersicht ist das konsequent. Aus Anwendersicht ist es erst einmal ein Problem, denn der Bedarf verschwindet ja nicht: Es gibt weiterhin Unternehmen, die die volle Classic-Funktionalität brauchen – mit MAP+PLUS, PRINT+PLUS, eigenen Ansichten und gewachsenen Zusatztabellen – und trotzdem keinen Serverraum betreiben wollen.

Was jetzt nicht die Lösung ist

Bevor wir zu den Alternativen kommen, zwei Wege, die in Gesprächen gerade oft als Erstes genannt werden – und die wir in den meisten Fällen nicht empfehlen:

„Dann wechseln wir eben in die cobra CRM Cloud." Verständlicher Reflex, aber die Cloud-Linie ist eine komplette Neuentwicklung auf anderer Technologie. Ihre Daten lassen sich übernehmen, Ihre Ansichten, Zusatztabellen, Dokumentvorlagen und Zusatzmodule nicht. Das ist ein Neuaufbau, keine Migration – und der gehört nicht unter Zeitdruck erledigt, nur weil ein Hostingvertrag ausläuft.

„Dann greifen wir halt per VPN auf den SQL-Server zu." Das scheitert praktisch immer an der Latenz. cobra fühlt sich dann zäh an, und die Schuld bekommt die Software statt der Leitung. Mehr dazu unter CRM für mehrere Standorte.

Was wir stattdessen anbieten

Der Bedarf war eine gehostete Windows-Umgebung – also besorgen wir eine gehostete Windows-Umgebung. Nur eben nicht mehr vom Softwarehersteller, sondern von jemandem, dessen Kerngeschäft genau das ist: unserem Tochterunternehmen nice-IT GmbH, Microsoft-Spezialist.

Zwei Varianten haben sich bewährt:

  • Terra Wortmann Cloud – deutsche Rechenzentren, deutscher Vertragspartner, kalkulierbare Monatskosten. Meist die erste Wahl, wenn der Serverstandort Deutschland eine Rolle spielt.
  • Microsoft Azure – wenn Sie ohnehin mit Microsoft 365 arbeiten und Dinge wie Single Sign-on oder Conditional Access mitnutzen wollen.

Für Ihre Anwender ändert sich im Alltag nichts: Sie melden sich weiterhin per Remote-Desktop an und sehen dasselbe cobra wie vorher. Alle Details zum Vorgehen stehen unter cobra hosten lassen.

Wie viel Zeit Sie einplanen sollten

Ehrlich gerechnet: drei bis sechs Wochen. Eine Woche Bestandsaufnahme (wie viele Anwender, welche Module, welche Drucker und Vorlagen), ein bis zwei Wochen Aufbau und Testinstallation, ein Testlauf mit echten Anwendern, dann die Umschaltung an einem Wochenende.

Rechnen Sie selbst nach: Vom Erscheinen dieses Beitrags bis zum 01.10.2026 sind es acht Tage. Wenn Sie betroffen sind und noch nichts veranlasst haben, ist der Zeitplan bereits eng. Das ist kein Verkaufsdruck, sondern Erfahrung aus Serverumzügen: Der Teil, der schiefgeht, ist nie die Datenbank – es ist der Spezialdrucker in der Buchhaltung oder die Word-Vorlage mit dem hinterlegten Netzlaufwerk.

Die Alternative, über die zu wenig gesprochen wird

Für kleinere Installationen lohnt der Blick auf den eigenen Server. Ein kompakter Server für eine überschaubare Anwenderzahl amortisiert sich gegenüber monatlichen Hostingkosten oft in zwei bis drei Jahren – vorausgesetzt, es kümmert sich jemand um Updates und Backups. Wenn Sie ohnehin ein Systemhaus haben, das Ihre IT betreut, ist das häufig der günstigere Weg.

Wir rechnen beide Varianten durch und sagen Ihnen, welche in Ihrem Fall vorn liegt – auch wenn das Ergebnis gegen das Hosting spricht und wir damit weniger verdienen. Warum wir so arbeiten, steht in Zu viele cobra Lizenzen.

Das Wichtigste in drei Sätzen

  1. Die cobra Remote-Desktop-Cloud und die Premium-Variante enden am 01.10.2026.
  2. Ihre cobra Installation, Ihre Daten und Ihre Module bleiben vollständig erhalten – es ändert sich nur, wo die Umgebung läuft.
  3. Wer betroffen ist, sollte diese Woche ein Gespräch ansetzen, nicht Ende September.

Schildern Sie uns Ihre Situation – ein Telefonat reicht, um einzuschätzen, was auf Sie zukommt.

Sprechen wir über Ihr cobra

Ob Tariffrage, Update-Stau, Serverumzug oder ein Projekt, das nicht vorankommt: Beschreiben Sie kurz Ihre Situation – wir melden uns innerhalb eines Werktags mit einer ehrlichen Einschätzung.

  • Mehr als 15 Jahre cobra Erfahrung – vom Einzelplatz bis zur Konzernlösung
  • Ehrliche Beratung: auch, wenn weniger Lizenzen die bessere Antwort sind
  • Antwort in der Regel innerhalb eines Werktags