Concurrent User: gezählt wird, wer gleichzeitig arbeitet
Beim Concurrent-User-Modell zählt cobra nicht die Benutzerkonten in der Benutzerverwaltung, sondern die Anmeldungen zur selben Zeit. Sie können also mehr Personen anlegen, als Sie Lizenzen besitzen. Ist die letzte Lizenz belegt, muss die nächste Person warten, bis sich jemand abmeldet.
Das kleinste Beispiel: Sie besitzen eine Lizenz, in cobra sind drei Benutzerkonten angelegt. Alle drei dürfen mit cobra arbeiten, aber immer nur eines zur Zeit.
Das Modell passt zu Unternehmen mit Schichtbetrieb, Teilzeitkräften oder Kolleginnen und Kollegen, die cobra nur gelegentlich öffnen. Der Nachteil: Eine bestimmte Person hat keinen garantierten Zugriff. Wer am Montagmorgen als Fünfte oder Fünfter startet, sieht bei vier Lizenzen eine Meldung statt der Adressen.
Named User: Die Lizenz gehört einer Person
Beim Named-User-Modell ist jede Lizenz einer bestimmten Person fest zugeordnet. Arbeitet Mitarbeiterin A gerade nicht, darf trotzdem niemand sonst ihre Lizenz nutzen. Dafür hat A jederzeit Zugriff, und ein „System voll“ gibt es nicht.
Für Unternehmen, in denen viele nur gelegentlich mit cobra arbeiten, wird das teurer. Auch wer nur einmal im Monat eine Adresse nachschlägt, braucht eine eigene Lizenz.
Das Rechenbeispiel: 20 Mitarbeitende, 4 Lizenzen
Die klassischen Versionen cobra ADRESS PLUS, CRM PLUS, CRM PRO und CRM BI lizenziert cobra standardmäßig nach dem Concurrent-User-Modell. So sieht die Rechnung in einem mittelständischen Betrieb aus:
- Das Unternehmen hat 20 Mitarbeitende.
- Acht davon arbeiten regelmäßig mit cobra und haben ein Benutzerkonto.
- Zur selben Zeit sind nie mehr als vier im System.
- Ergebnis: Vier Concurrent-Lizenzen reichen. Nach dem Named-User-Modell wären es acht.
Das ist kein Rechentrick, sondern der Kern des Modells: Bezahlt wird die Spitzenlast, nicht die Zahl der Köpfe. Umgekehrt gilt aber auch: Wer die Spitzenlast unterschätzt, führt jeden Morgen dieselbe Diskussion darüber, wer zuerst darf.
Sonderfall Mobile CRM: Eine Lizenz wird fest reserviert
cobra Mobile CRM ist ab CRM PLUS enthalten und verändert die Rechnung. Für alle, die mobil arbeiten, gilt das Named-User-Modell: Jede Person mit cobra Mobile CRM belegt eine Lizenz fest. Der Grund ist nachvollziehbar. Unterwegs soll die Verbindung immer klappen, auch wenn im Büro gerade alle angemeldet sind.
Am kleinsten Beispiel wird die Folge am deutlichsten:
- Ein Unternehmen besitzt eine Concurrent-Lizenz, drei Benutzerkonten sind angelegt.
- Mitarbeiterin A soll die Mobile-App nutzen.
- Die eine Lizenz wird fest für A reserviert.
- B und C können sich nicht mehr anmelden.
In größeren Installationen fällt der Effekt kleiner aus, verschwindet aber nicht: Jede mobile Person nimmt eine Lizenz aus dem gemeinsamen Pool. Wer bisher mit knapp bemessenen Lizenzen gut zurechtkam, braucht nach der Einführung der App unter Umständen zusätzliche. Man kann das auch bewusst nutzen: Wer etwa der Vertriebsleitung garantierten Zugriff geben will, erreicht das über eine fest zugeordnete Lizenz.
Was in der neuen Tarifwelt gilt
In der neuen Tarifwelt ist die Lage weniger eindeutig, als man es sich wünschen würde. Die Remote-Desktop-Cloud von cobra wurde stets nach Named User abgerechnet; sie ist zum 01.10.2026 eingestellt worden (was das Ende für Sie bedeutet). Für cobra One und die cobra CRM Cloud nennt cobra Preise je Nutzer und Monat, etwa One Essential ab 36 €, Grow ab 54 € und Max ab 79 € netto bei 12 Monaten Laufzeit (Stand Oktober 2026, Quelle: Preisübersicht der cobra GmbH).
Wie dabei gezählt wird und ob Ihre Concurrent-Lizenzen beim Umstieg eins zu eins übergehen, steht nicht auf der Preisliste. Das hängt von Ihrem Vertrag ab und gehört vor jede Umstiegsentscheidung auf den Tisch. Für Installationen, die wir mit unserem Tochterunternehmen nice-IT GmbH in unserer Remote-Desktop-Cloud betreiben, lassen sich je nach Anforderung flexiblere Lizenzmodelle umsetzen.
Concurrent und Named User im Vergleich
Die Übersicht fasst die Unterschiede zusammen, wie sie in den klassischen cobra Versionen gelten:
| Kriterium | Concurrent User | Named User |
|---|---|---|
| Gezählt wird | gleichzeitige Anmeldungen | fest zugeordnete Personen |
| Gelegentliche Nutzung | teilt sich Lizenzen mit anderen | braucht je Person eine eigene Lizenz |
| Zugriff für eine bestimmte Person | nicht garantiert | jederzeit |
| Typischer Einsatz in cobra | Classic-Arbeitsplatz im Büro | Mobile CRM |
So ermitteln Sie Ihren Bedarf
Die richtige Lizenzzahl ergibt sich aus Beobachtung, nicht aus dem Organigramm:
- Spitzenzeiten beobachten: Zählen Sie über zwei bis drei Wochen, wie viele Personen zu den vollsten Zeiten gleichzeitig in cobra arbeiten, etwa montags am Vormittag.
- Mobile Nutzung zählen: Jede Person mit Mobile CRM belegt eine eigene Lizenz. Prüfen Sie, ob die App bei allen wirklich dauerhaft gebraucht wird.
- Bestand mit Vertrag abgleichen: Vergleichen Sie die bezahlten Lizenzen mit der gemessenen Spitzenlast. Liegt die Differenz bei mehr als zwei, lohnt sich ein Gespräch. Typische Kostenfresser beschreiben wir in Zu viele cobra Lizenzen?
- Wachstum einplanen: Eine Lizenz Reserve ist günstiger als ein Team, das morgens wartet.
Wenn Sie die Rechnung nicht allein aufmachen wollen: In der Tarif- und Lizenzberatung prüfen wir Ihren Lizenzbestand, stellen die Tarife im Tarifvergleich nebeneinander und sagen Ihnen offen, wenn Sie weniger Lizenzen brauchen, als Sie bezahlen. Das Erstgespräch ist kostenlos.
Häufige Fragen
Wie viele Lizenzen brauchen wir bei Schichtbetrieb?
So viele, wie in der stärksten Schicht gleichzeitig mit cobra arbeiten. Früh- und Spätschicht teilen sich im Concurrent-Modell dieselben Lizenzen, solange sie sich nicht überschneiden. Rechnen Sie die Übergabe mit ein: Wenn beide Schichten kurz gleichzeitig angemeldet sind, entsteht genau dann der Engpass.
Brauchen wir für cobra Mobile CRM eine zusätzliche Lizenz?
Nicht unbedingt eine zusätzliche, aber eine fest zugeordnete. Die Apps sind ab CRM PLUS und in den One-Tarifen ohne gesondertes Produkt enthalten. In den klassischen Versionen belegt jede Person, die mobil arbeitet, jedoch eine Lizenz dauerhaft. Reicht der restliche Pool dann nicht mehr für das Büro, kommen Lizenzen hinzu.
Lassen sich Concurrent- und Named-User-Lizenzen mischen?
In den klassischen Versionen entsteht die Mischung von selbst, sobald einzelne Personen Mobile CRM nutzen: Sie belegen feste Lizenzen, der Rest bleibt im gemeinsamen Pool. Für wachsende Teams ist das oft sinnvoll, etwa mit festen Lizenzen für den Außendienst und geteilten für den Innendienst. Wir rechnen beide Varianten in der Tarifberatung durch.
