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Outlook-Add-in in cobra: Portfreigabe & „Die SDDL konnte nicht erstellt werden. Fehler 1332“

Outlook Add-In cobra Fehler 1332 – in diesem Beitrag zeige ich dir, warum beim Einrichten des neuen Outlook-Add-ins in cobra (CRM) die Meldung „Die SDDL konnte nicht erstellt werden. Fehler: 1332 – Falscher Parameter.“ erscheint und wie du sie in wenigen Sekunden behebst. Außerdem bekommst du eine kurze Schritt-für-Schritt-Anleitung inkl. Prüfung, häufige Stolperfallen und Best Practices.

Kurzfassung (für Eilige)

Wenn du den URL-Reservierungsbefehl für das neue Outlook Add-In mit user=Everyone auf einem deutschsprachigen Windows ausführst, kann Windows die Sicherheits-Identität nicht zuordnen → Fehler 1332.

Lösung: Nutze die lokalsprachige Gruppe „Jeder“ (oder alternativ die SID), z. B.:

netsh http add urlacl url=http://+:29885/cobraClient/ user=Jeder

Danach sollte das Add-In den lokalen Endpunkt ohne Fehlermeldung ansprechen können.

Worum geht’s überhaupt?

Das neue Outlook Add-In kommuniziert lokal über HTTP mit einem kleinen Dienst/Endpunkt auf deinem Rechner. Damit Windows diesen Endpunkt für Nicht-Administratoren freigibt, wird eine URL-Reservation (URLACL) hinterlegt. Standardmäßig nutzt cobra den Port 29885. Wenn der Standardport angepasst wurde, muss die URL-Reservation entsprechend gesetzt werden.

Der übliche Befehl (aus vielen Anleitungen bekannt) lautet:

netsh http add urlacl url=http://+:29885/cobraClient/ user=Everyone

Auf deutschen Windows-Systemen führt genau dieser Befehl häufig zu:

Die SDDL konnte nicht erstellt werden. Fehler: 1332
Falscher Parameter.

Ursache: Falscher Kontoname in der Systemsprache

Der Fehler 1332 bedeutet, dass Windows die angegebene Sicherheitskennung (Account/Gruppe) nicht korrekt auflösen kann.

  • Auf deutschem Windows heißt die eingebaute Gruppe „Jeder“, nicht „Everyone“.
  • netsh erwartet den lokalisierten Namen oder eine SID.
  • Wird ein nicht existierender oder nicht auflösbarer Name übergeben, scheitert die Erstellung der SDDL (Security Descriptor Definition Language) → Fehler 1332.

Die schnelle Lösung

Ersetze „Everyone“ durch „Jeder“:

netsh http add urlacl url=http://+:29885/cobraClient/ user=Jeder

Tipp: Wenn du in einer anderssprachigen Windows-Installation arbeitest, verwende die entsprechende lokalsprachige Bezeichnung der Everyone-Gruppe.

Sprachenunabhängige Alternative (fortgeschritten):

Nutze die SID für „Everyone“: S-1-1-0

netsh http add urlacl url=http://+:29885/cobraClient/ user=S-1-1-0

Damit vermeidest du Probleme durch unterschiedliche Sprachversionen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Konsole als Administrator öffnen

  • cmd.exe mit Rechtsklick → Als Administrator ausführen.
  • Ohne erhöhte Rechte schlägt der Befehl ebenfalls fehl.

Korrekte URL-Reservation setzen

  • Standardport (29885):
    netsh http add urlacl url=http://+:29885/cobraClient/ user=Jeder
  • Wenn du den Port geändert hast, ersetze 29885 entsprechend:
  • netsh http add urlacl url=http://+:/cobraClient/ user=Jeder

Erfolg prüfen

  • Zeige alle URL-Reservierungen an:
    netsh http show urlacl
  • Suche in der Ausgabe nach einem Eintrag wie
    URL : http://+:29885/cobraClient/
    und prüfe, ob „Jeder“ (oder die SID S-1-1-0) als Benutzer aufgeführt ist.

Outlook-Add-In testen

  • Outlook starten (oder neu starten).
  • Das Add-In sollte nun ohne Fehlermeldung mit cobra kommunizieren.

Häufige Stolperfallen & Fixes

  • Nicht als Admin ausgeführt:
    Ohne erhöhte Rechte kann netsh http add urlacl nicht schreiben → Fehler. Fix: Konsole als Administrator.
  • Falscher Port:
    Wenn das Add-In auf Port A lauscht, du aber die Reservation für Port B setzt, greift die Freigabe nicht. Fix: Port abgleichen (cobra/IT-Doku).
  • URL doppelt reserviert:
    Bei vorherigen Tests kann bereits eine Reservation existieren. Fix: Vor dem Neusetzen entfernen:
    netsh http delete urlacl url=http://+:29885/cobraClient/
    Danach erneut hinzufügen.
  • Firewall blockiert den Port:
    URLACL regelt Berechtigungen, nicht die Firewall. Fix: Prüfe, ob eine lokale Firewall-Regel für den verwendeten Port existiert (in der Regel ist es lokal unkritisch, aber Unternehmensrichtlinien können eingreifen).
  • Domänen-/Gruppenrichtlinien:
    Harter Security-Base-Line kann lokale HTTP-Listener einschränken. Fix: Mit der IT die GPOs prüfen lassen.
  • Umlaute/Encoding in Skripten:
    Beim Kopieren aus E-Mails/Markdown kann Jeder durch falsches Encoding „verunstaltet“ werden. Fix: Befehl manuell tippen oder als ANSI/UTF-8 ohne BOM speichern.

Best Practices

  • Sprache egal halten: Nutze, wo möglich, die SID S-1-1-0, um sprachabhängige Namen zu vermeiden.
  • Dokumentiere den Port: Gerade wenn mehrere Clients abweichen, sollte der verwendete Port in der IT-Doku landen.
  • Aufräumen vor Neuinstallation: Alte URLACLs entfernen, dann sauber erneut setzen.
  • Sicherheit im Blick: Wenn der Endpunkt nur lokal benötigt wird, verwende http://localhost:29885/cobraClient/ in deiner Dokumentation/Tests und verhindere unnötige externe Exponierung (in der Reservation ist + üblich, weil Outlook/Services oft auf alle Interfaces binden).

Mit folgendem PowerShell Befehl müsste man sich lokal verbinden können: Test-NetConnection -ComputerName 127.0.0.1 -Port 29985

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