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MS SQL Server Express Edition im Netzwerk für cobra ADRESS PLUS und cobra CRM freigeben

cobra ADRESS PLUS und die cobra CRM-Produkte (cobra CRM PLUS, cobra CRM PRO oder cobra CRM BI) basieren auf einer Microsoft SQL Server Datenbank.
Damit mehrere Benutzer im Netzwerk gleichzeitig auf dieselbe Datenbank zugreifen können, muss der SQL Server Express korrekt im Netzwerk freigegeben werden.

In diesem Artikel zeigen wir Schritt für Schritt, wie Sie den Zugriff auf den SQL Server Express konfigurieren. Wir gehen dabei auf die notwendigen Einstellungen im SQL Server und in der Windows Defender Firewall ein. Bitte beachten Sie, dass in manchen Umgebungen auch Drittanbieter-Firewalls (z. B. von Kaspersky, Sophos oder Fortinet) eingesetzt werden. In diesen Fällen müssen die Freigaben zusätzlich oder alternativ in der jeweiligen Firewall-Lösung eingerichtet werden.

Voraussetzungen

  • Installierter Microsoft SQL Server Express (z. B. SQL Server 2019 Express oder neuer)
  • cobra ADRESS PLUS oder eine cobra CRM-Version, die mit SQL-Datenbanken arbeitet
  • Administratorrechte auf dem Server und den Clients
  • Netzwerkzugriff (Server und Clients müssen sich gegenseitig erreichen können)

SQL Server für den Netzwerkzugriff vorbereiten

Standardmäßig ist der SQL Server Express nach der Installation nur lokal erreichbar. Für den Zugriff über das Netzwerk müssen folgende Einstellungen vorgenommen werden:

  • SQL Server-Konfigurations-Manager öffnen
    1. Startmenü → „SQL Server Configuration Manager“ suchen und starten
  • TCP/IP aktivieren
    1. Im Bereich SQL Server-Netzwerkkonfiguration → Protokolle für [Instanzname]
    2. Doppelklick auf TCP/IP
    3. Status auf Aktiviert setzen
  • TCP/IP-Port einstellen
    1. Unter „IP-Adressen“ ganz nach unten scrollen → Bereich IPAll
    2. Dort den Port 1433 (Standardport für SQL Server) eintragen
    3. Änderungen übernehmen und SQL Server-Dienst neu starten
  • SQL Server Browser aktivieren
    1. Im Konfigurations-Manager unter SQL Server-Dienste den Dienst SQL Server Browser starten
    2. Starttyp auf Automatisch setzen

Windows Defender Firewall konfigurieren

Damit Clients im Netzwerk eine Verbindung zur SQL-Datenbank aufbauen können, müssen entsprechende Regeln in der Windows Defender Firewall erstellt werden.

  • Firewall-Einstellungen öffnen
    1. Systemsteuerung → Windows Defender Firewall → Erweiterte Einstellungen
  • Neue eingehende Regel erstellen
    1. Typ: Port
    2. Protokoll: TCP
    3. Portnummer: 1433
    4. Aktion: Verbindung zulassen
    5. Gültig für: Domänen- und ggf. private Netzwerke
    6. Regel benennen, z. B. „SQL Server TCP 1433“
  • Regel für SQL Server Browser hinzufügen
    1. Typ: Programm
    2. Pfad: sqlbrowser.exe (befindet sich in der Regel unter C:\Program Files (x86)\Microsoft SQL Server\90\Shared)
    3. Aktion: Verbindung zulassen
    4. Regel benennen, z. B. „SQL Server Browser“

Hinweis: Wenn Sie eine Drittanbieter-Firewall (z. B. Sophos oder FortiGate) einsetzen, müssen die Freigaben für den Port 1433 und das SQL-Browser-Programm dort zusätzlich angelegt werden.

Verbindung in cobra herstellen

Nach den obigen Schritten kann nun ein cobra-Client im Netzwerk eine Verbindung zur Datenbank herstellen. Ggf. mit dem SystemADLVerifier prüfen.

Häufige Probleme & Lösungen

  • Keine Verbindung möglich → Prüfen, ob der Port 1433 in der Firewall freigegeben ist.
  • Instanz wird nicht gefunden → Sicherstellen, dass der SQL Server Browser-Dienst läuft.
  • Drittanbieter-Sicherheitssoftware blockiert → Regeln in der entsprechenden Firewall oder Sicherheitslösung hinzufügen.
  • Performance-Probleme → Netzwerkverbindung prüfen, ggf. Gigabit-Netzwerk oder Server-Ressourcen optimieren.
  • IPv6 kann in einigen Netzwerkumgebungen Probleme bereiten
  • Der Servername kann nicht aufgelöst werden – DNS Einstellungen prüfen!

Die cobra Systemdatenbank kann nicht geöffnet werden

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Mehr Informationen

Fazit

Mit wenigen Schritten lässt sich der SQL Server Express für den Netzwerkzugriff freigeben.
Dadurch können cobra ADRESS PLUS und die cobra CRM-Produkte zuverlässig im Mehrbenutzerbetrieb genutzt werden. Besonders wichtig ist die richtige Konfiguration der Firewall – sowohl der Windows Defender Firewall als auch gegebenenfalls weiterer Sicherheitslösungen.

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